SPD-Mitgliedervotum zum Koalitionsvertrag

Es kommt zum Mitgliedervotum. Warum eigentlich?
Die SPD-Verhandler aus Parteiführung und Parlament haben schon über die Wählerstimmen, darunter sicherlich auch Stimmen von SPD-Mitgliedern, direkt und indirekt zugleich entschieden: Es soll eine eine GroKo werden.
Die SPD-Mitglieder haben über innerparteiliche Wahl des Parteivorstands und die Bundestagswahl den SPD-Verhandlern schon das Mandat gegeben, die entsprechende Unterschrift zu leisten. Meiner Ansicht nach braucht es kein Mitgliedervotum füt dir Unterzeichnung.
Die letzte GroKo ist für die SPD schlecht verlaufen. Keiner will nun bei einem ähnlichen Ende einer  neuen GroKo schuld daran sein. Das ist der einzige Grund, warum es das Mitgliedervotum gibt. Meine Schlussfolgerung: Eine solche unsichere Führung, die an sich selbst, seinen eigenen Entscheidungen zweifelt, die sich doppelt und dreifach absichert, wird eine GroKo unter der Führung von Angela Merkel nicht bestehen. Das sehe ich jetzt schon. In der Tat sind in der Koalitionsvereinbarung eine Menge sozialdemokratischer Inhalte enthalten. D.h. für mich: Leicht abgewandelt kann die CDU die Inhalte auch ohne die SPD umsetzen. Die SpD hat sich mitnichten hier durchgesetzt.
Ich werde für Nein stimmen, um unsere schwache SPD-Führungscrew zu schützen. Als Hauptopposition hat die aktuell schwache SPD-Führung dann die Möglichkeit, an sich und an ihren Aufgaben zu wachsen und stark zu werden.