5 Fragen zu Flüchtlingen und Rüstungsexportpolitik

In Deutschland steigen die Flüchtlingszahlen dramatisch und gegenüber dem Vorjahr sind die deutschen Rüstungsexporte gestiegen. Gibt es einen Zusammenhang? Um dies aufzuhellen, fünf Fragen dazu.

image

1. Woher kommen Flüchtlinge? Aus Kriegs- und Krisenländern.

2. Warum sind diese Kriegs- und Krisenländer? In diesen Ländern wird mit Waffen geschossen.

3. Woher haben die Länder die Waffen? Der Großteil wird von Industrieländern gratis und gegen Zahlung geliefert.

4. Warum werden die Waffen gegen das eigene Volk angewandt? Um die Interessen der Industrieländer mit Hilfe der Machthaber durchzusetzen werden Waffen auch gegen Bürger eingesetzt. Es kommt zum Bürgerkrieg. Gegner des Machthabers bekommen ebenfalls Waffen von Industrieländern. Man will auf der Gewinnerseite stehen.

5. Warum fliehen die Menschen? Sie fliehen, um sich vor dem Machthaber, seinen Gegnern und den Waffen der Industrieländer zu schützen.

Ausgeglichene Außenhandelsbilanzsalden als Lösung gegen Krieg und Flucht

In der kaufmännischen Buchhaltung gibt es das Prinzip der Dopik. D.h. nichts anderes als: Ausgaben müssen den Einnahmen in gleicher Höhe entsprechen. Und erzielt man einen Überschuß so entsteht in gleicher Höhe ein Verlust anderswo. Das gilt vorallem für den Handel. Im Außenhandel ist Deutschland Exportweltmeister: Sie erzielt gegenüber ihren Handelspartnern Handelsüberschüsse.
D.h. der Handel geht zu Lasten schwächerer Länder z.B. in Nahost, Nordafrika und auch Südosteuropa.

image

Wofür werden Überschüsse in Deutschland genutzt und was unterbleibt in den Ländern mit Negativem Saldo.
Mit dem positiven Saldo baut man sein Wissen, die Exportstrukturen und die Industrie weiter aus. Dazu gehört auch das Entwickeln und Testen von neuen Technologien. Auch das Testen neuer Waffentechnologie in Konfliktgebiezen gehört dazu.

image

Dadurch wird der wirtschaftliche Vorsprung gegenüber den schwächeren Handelspartnern noch größer. Die Schwachen finanzieren den Ausbau des Vorsprungs.  Vorallem jungen Menschen in den armen Ländern bleibt dann nichts anderes übrig, als dorthinzugehen wo die Rohstoffe ihrer Geburtsländer veredelt werden. Sie flüchten in die entwickelten Staaten, um die Früchte ihrer Rohstoffe, ihres negativen Außenhandelssaldos und der einhergehenden Investments in den Ausbau des Wettbewerbsvorsprungs der Industrieländer zu ernten. Sie fliehen dorthin, wo die Rohstoffe ihrer Herkunftsländer veredelt werden und zu der Quelle ihres negativen Handelsbilanzsaldos.

Eine Hauptursache von Krieg und Flucht sind die globalen Unwuchte und Ungleichheiten in den Außenhandelsbilanzsalden. Wären die Handelsbilanzen ein wenig ausgeglichener, gebe es schon weniger Leid auf der Welt.

Management by Soldier Mind

“Sunzi – Die Kunst des Kriegs” ist ein Standardwerk für alle Top-Manager.
Besonderes Augenmerk legt der chinesische Feldherr aus uralten Zeiten auf folgende Punkte:
– Ziel einer Armee muss Beute sein, um die entstandenen Kosten des Krieges zu decken und um die eigenen Krieger zu motivieren.
– Spionieren beim Gegner ist effizient und effektiv.
-Täuschen des Gegners und der eigenen Mannschaft ist ein sehr wirksames Mittel um kostengünstig ein Sieg zu erringen.
– Die Situation für die eigenen Leute derart gefährlich darstellen, dass sie um ihr Leben kämpfen.

image

Mein Eindruck ist, dass bei Top-Managern überall auf der Welt die oben beschriebenen Punkte angewandt werden.

Im Falle des Abgasskandals eines großen Automobilherstellers scheint es darum zu gehen, alle zu täuschen, um schnell auf Kosten der Natur und übrigen Marktteilnehmer eine größtmögliche Beute in Form von hohen Börsenkursen, Dividenzahlungen und Managementgehältern zu erzielen.

image

In diesem Zusammenhang sollten wir Verbraucher den steigenden Anteil an Bioprodukten ebenfalls genauer unter die Lupe nehmen.

Griechenland, EU – Flüchtlingsproblem und Dalai Lama

Dalai Lama war in Wiesbaden.
Meine Frau und ich sind da gewesen.
Neben Inspirationen persönlicher Art habe ich Ideen für die griechische und – die FlüchtlingsTagödie bekommen.

image

1. Dalai Lama hat von innerer Einheit gesprochen, was die Grundlage von Bündnissen höherer Natur sind.
Vorallem Griechenland und Deutschland als die Vertreter von Schwäche und Stärke gönnen sich bei den Verhandlungen nichts. Die Zerstrittenheit liegt in der Konstruktion der EU im Allgemeinen und der EURO-ZONE im speziellen. Deutschland und Griechenland stellen ihre eigenen Interessen über die Interessen der Einheit. Das ist der Fehler, der zu Missgunst, verunglückter Kommunikation und zu langen und vielleicht sogar erfolglosen Verhandlungen führt.
2. Dieser eingebaute Fehler liegt in den Bildungssystemen der EU-LÄNDER, die das Lehrmaterial sehr auf Materialismus abstellen als auf Moral. Eine allgemeingültige auf der ganzen Welt geltende Moralvorstellung geben alle Religionen her. Auch Atheismus beinhaltet eine Moralvorstellung, mit denen andere Communities einverstanden sind.

3. In der Flüchtlingsdiskussion geht es um Geld und Quote. Ohne innere Einheit und ohne Moral wird das Flüchtlingsproblem in Europa aber ungelöst bleiben.

image

Fazit: Das griechische Krisendilemma und das europäische Flüchtlingsproblem  sind das Ergebnis einer fehlenden auf moralischen Prinzipien basierenden inneren und nationalen Einheit in Europa. Vorallem Deutschland muss sich als Einheit mit Europa und der Welt fühlen. Deutschland fehlt es an Mitgefühl. Dalai Lama hat das so direkt nicht gesagt, aber ich habe mit ihm gefühlt.

Gründe für die griechische und Troika-Niederlage in der Schuldenschlacht

Um diese Schuldenschlacht  zu gewinnen, ist folgendes zu beachten:
Volle Transparenz auf beiden Seiten

image

Gibt es volle Transparenz auf beiden Seiten und öffnen sich die Bücher vertrauensvoll gegenseitig, dann ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Gläubigern und Griechenland gegeben.
Verschließt sich dagegen auch nur eine Seite, um sich Vorteile zu verschaffen, dann gewinnt nur eine der Parteien. Herrscht Intransparenz auf beiden Seiten, dann verlieren sogar beide.
Gerade eben hat Finanzminister Schäuble in den Nachrichten gesagt, die Troika wisse nicht, wie die griechischen Finanzen seien. Und Griechenland will nichts von der Troika wissen.

Deswegen werden Griechenland und die Troika, diese Schuldenschlacht gemeinsam verlieren.

Griechenlands Zukunft liegt in Istanbul

Europa/EU ist nach dem 2. Weltkrieg zur Wirtschaftsmacht aufgestiegen nach dem zwei verfeindete Nachbarn – Frankreich und Deutschland – sich versöhnt haben und tiefe wirtschaftliche Verflechtungen eingegangen sind.
Die Achillesferse Griechenlands ist sein großer Nachbar: Die Türkei. Ohne politische und gesellschaftliche Versöhnung beider Staaten ist Griechenlands wirtschaftliche Zukunft düster. Griechenlands Produkte sind im Gegensatz zum EU-Markt  auf dem türkischen Markt konkurrenzfähig. Die großen Metropolen und Konsummärkte wie Istanbul, Izmir und Antalya sind in unmittelbarer Nähe und können als Brückenfunktion zu den Märkten im Nahen Osten und Zentralasien dienen.

image

Auch energiepolitisch bietet  die  Türkei  Griechenland  viel Potential. Umgekehrt ist der griechische Markt für die Türkei weniger interessant, aber Griechenland geopolitischen sehr wichtig. Daher sollte die griechische Seite unbedingt die Zusammenarbeit mit der Türkei suchen und die griechisch-türkischen Wirtschaftsverpflechtungen auf Augenhöhe vertiefen.

image

Nun ein Wort zu Griechenlands Schuldenkrise:
Als kleines angeschlagenes Mitglied der EURO-ZONE hat Griechenland kaum Chance, gegen die Großen eine eigene seinen Interessen folgende Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik zu machen. Solange Griechenland hochverschuldet in der EURO-ZONE ist, wird es immer das tun, was die Großen in ihrem Interesse entscheiden.